DIE SEGELFLUGGRUPPE

EINE SCHÖNE GESCHICHTE!

(Girardi Celestino) 
Start eines Canguro, 1963

Die "Segelfluggruppe Bozen" wird am 15 Februar 1971 als eigenständige Gruppe innerhalb des Aero Club Bozen offiziell gegründet und zwar auf Initiative von 10 Gründungsmitgliedern: Osvaldo Mair, Giorgio Weber, Gianfranco Gritti, Alfred Kaspar, Johann Torggler, Franz Alber, Enzo Centofante, Ezio Cavosi, Andrea Gritti. Werner von Fischer wurde als erster Präsident gewählt.

Im Hintergrund die Segelflugzeuge, die an der ersten Segelflugwoche teinahmen. (16-24 Mai 1970). Vorne der berühmte "Zögling", der von den Flugschulen bis Ende der 50ziger Jahre eingesetzt wurde.

Wenige Monate zuvor hatte in Bozen die erste "Segelflugwoche" (vom 16. bis zum 25. Mai 1970) stattgefunden, eine Veranstaltung die sich bis zum Jahr 1973 insgesamt viermal wiederholte und der Bozner Segelfluggruppe internationales Prestige und Anerkennung brachte. Zahlreiche Gastbetriebe, sowie der Fremdenverkehrsverein (die Veranstaltung gehörte zum "Bozner Frühling"), Banken, das Heer, die Finanzwache und Carabinieri leisteten einen tatkräftigen Beitrag für das gute Gelingen dieser internationalen Veranstaltung.

 
Die Schleppmaschinen (L5)
 
Gruppe von Segelflugpiloten, die Pioniere in Bozen, 1969. Stehend, von links: Werner von Fischer (erster Präsident der Segelfuggruppe), Toni Mitterer (jetziger Direktor der Flugschule), Giannetto Antonioli, Ezio Cavosi, Enzo Centofante (Gründungsmitglied und Segelfluglehrer), drei Funktionäre des Ministeriums. Vorne, von links: Gianfranco Gritti, Piergiorgio Podini, Eros Penta, Andrea Gritti.

Die ersten '70er Jahre können als die "goldenen Zeiten" bezeichnet werden: auf der Bozner Graspiste trafen sich nämlich Hunderte von Segelflugpiloten aus ganz Europa, es wurden außerordentliche sportliche Leistungen vollbracht. Damals war man ja der Überzeugung, dass der breite Bozner Talkessel für die Piloten eines motorlosen Segelflugzeuges unüberfliegbar sei. Das Gegenteil davon wurde bewiesen, dies sorgte für großes Aufsehen auch in der internationalen Presse.

Segelflugbetrieb in Bozen, 1970
 
Ausenlandung in Meran, 1970. Der Pilot ist umringt von einer Gruppe eiligst herbeigeilter Kinder.  

Es war der Anfang eines ständigen Aufwärtstrends der sportlichen Leistungen der Bozner Segelflieger: Hans Torggler und Enzo Centofante gewannen die italienischen Meisterschaften und Centofante konnte, im Jahr 1970, sogar an den Weltmeisterschaften in Texas teilnehmen.

 

 
Werner von Fischer, Kufstein, 1947

Bezeichnend für den Rhum und das Prestige, welches die Segelfluggruppe genoss, ist die Tatsache, dass der Regisseur Vittorio De Sica mit dem ebenso weltberühmten Schauspieler Marcello Mastroianni in Toblach einige Szenen des Films "Gli Amanti" mit Maschinen des Aero Club Bozen gedreht hat. Werner von Fischer spielte hierbei die Rolle des Schlepppiloten (auf einer L5) und Siegfried Freisinger jene des Segelflugpiloten (auf einer SG 38).

Die Begeisterung und der internationale Erfolg der Segelflugwochen führten die Segelfluggruppe in die nächste Phase, jene der Konsolidierung der internen Organisation. Die Zahl der Eingeschriebenen stieg in den '70er und '80er Jahren bis auf 100.
Segelfuglehrer und langjähriger Präsident  Giorgio Weber

Die Fluglehrer (Enzo Centofante, Hans Torggler, Anton Mitterer, Tullio Buraschi, Giorgio Weber, Fausto Tumiati, Giorgio Galetto) leisteten in rein freiwilligem Einsatz einen erheblichen Beitrag zur Verbreitung  der "Flugkultur" und setzten beharrlich die didaktische Tätigkeit der Flugschule fort, die bis heute, genauso wie die Motor- und Fallschirmspringerschule, Flugscheine mit regulärer internationaler Rechtsgültigkeit verleiht.

Vorne: Thomas Gostner 
Im Hintergrund: Giorgio Galetto  

Die Flugschule war seit jeher eine tragende Säule im Einsatz der Segelfluggruppe: jedes Jahr konnten im Schnitt 8 bis 10 Flugschüler die begehrte Ausbildung zum Segelflieger abschließen; manche von ihnen begannen, nachdem sie auch die Motorflugschule absolviert hatten, die prestigeträchtige Laufbahn als Berufspiloten bei Fluggesellschaften wie Alitalia, Lufthansa und anderen.

Die '90er Jahre waren von einer verstärkten Teilnahme an nationalen und internationalen Wettkämpfen gekennzeichnet. Es war ein langer und erfolgreicher Weg: jahrelang dominierten Giorgio Galetto und Thomas Gostner in den nationalen Wettkämpfen und wechselten sich mit hervorragenden Leistungen auf dem italienischen Siegerpodest ab. Neue Rekorde und Maßstäbe auch auf europäischer Ebene wurden gesetzt.

Giorgio Galetto

Der absolute Höhepunkt kam, nicht ganz unerwartet, im Jahr 1999. Roberto Istel erringt den ersten Platz in der "Coppa Internazionale del Mediterraneo". Knapp ein paar Wochen später, im August, gewinnt Giorgio Galetto den Weltmeistertitel, gefolgt von Thomas Gostner auf dem fünften Platz. Die Segelfluggruppe Bozen wird somit zum internationalen Bezugspunkt.

Roberto Istel
 

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